Informationen zum Religionsunterricht

Informationen zum Religionsunterricht, Hinweise, Formulare finden Sie aktuell auf der Seite

http://www.kirche-und-religionsunterricht.de/

Dort finden Sie auch alles über die Teilnahme am RU und entsprechende Formulare zum Antrag auf Teilnahme am Religionsunterricht.

http://www.kirche-und-religionsunterricht.de/schuelerinnen/teilnahme-am-religionsunterricht/

 

 

Religionsunterricht in Kirchenbezirken Ulm und Blaubeuren

Dekanatämter und Landkreis

Ulmer Münster vom Stadthaus aus

Die Württembergische Landeskirche ist mit ihren Dekanatämtern an den ehemaligen Oberamtsgrenzen orientiert. Deshalb stimmen die Landkreisgrenzen und die kirchlichen "Grenzen" heute nicht mehr miteinander überein. Mit der Verantwortung für den Religionsunterricht auch im Kirchenbezirk Blaubeuren hat der Ulmer Schuldekan seit 1995 jedoch die Aufsicht über den Religionsunterricht in einem weithin mit dem Alb-Donau-Kreis und der Stadt Ulm übereinstimmenden Gebiet übertragen bekommen.

 

Die Schulen

Die Zuständigkeit des Schuldekans erstreckt sich auf alle Schularten. Ein Verzeichnis der Schulen und Links zu den Internetauftritten der einzelnen Schulen finden Sie beim Staatlichen Schulamt Biberach

http://schulaemter-bw.de/servlet/PB/-s/1q9jl17fecf3ik28g0681i3kaqom6li/menu/1238984/

 

Die Kirchengemeinden und Pfarrämter

Informationen über die Kirchengemeinden und Pfarrämter  finden Sie auf den Internetseiten des Kirchenbezirks Blaubeuren

www.Kirchenbezirk-Blaubeuren.de

sowie des Kirchenbezirks Ulm

www.kirchenbezirk-ulm.de

und der Gesamtkirchengemeinde Ulm

http://www.kirchenbezirk-ulm.de/cms/startseite/kirchengemeinden/ulm-gesamtkirchengemeinde/

 

Die Religionslehrkräfte

An den rund 140 Schulen in den beiden Kirchenbezirken unterrichten über 300 Religionslehrkräfte. Davon sind etwa 60% staatliche Lehrerinnen und Lehrer, die über die "Vokatio", die offizielle Lehrbefugnis der Evangelischen Landeskirche in Württemberg verfügen. Die restlichen 40% des Religionsunterrichts werden je etwa zur Hälfte von Pfarrerinnen und Pfarrern und durch kirchlich ausgebildete Religionspädagoginnen und Religionspädagogen erteilt.

Presseerklärung zum Religionsunterricht

Mehr als eine Million Schülerinnen und Schüler besuchen Religionsunterricht in Baden-Württemberg 

Interreligiöser Dialog erfordert „Gebildete Religion“

 

Stuttgart/Karlsruhe/Freiburg/Rottenburg. Mehr als eine Million Schülerinnen und Schüler besuchen in Ba­den-Württemberg den katholischen oder evangelischen Religionsunterricht, darunter auch konfessionslose Kinder und Jugendliche, die freiwillig teilnehmen. Darauf wiesen die Bildungsverantwortlichen der katholi­schen und evangelischen Kirchen in Baden-Württemberg hin. Eine Online-Umfrage der YouGov Deutsch­land GmbH, an der sich mehr als 1000 Teilnehmende auf freiwilliger Basis beteiligten, hatte laut dpa erge­ben, dass mehr als zwei Drittel der Deutschen für eine Abschaffung des Religionsunterrichts an Schulen seien.

„In der gegenwärtigen religionspluralen Situation ist der konfessionelle Religionsunterricht besonders wich­tig“, sagte Christoph Schneider-Harpprecht, Oberkirchenrat der Evangelischen Landeskirche in Baden. Der interreligiöse Dialog erfordere „eine gebildete Religion“. Religion sei eine Dimension des Menschseins und ein Modus der Welterschließung und „muss deshalb einen festen Platz in der schulischen Bildung haben“, erläuterte Susanne Orth, Ordinariatsrätin der Erzdiözese Freiburg. Ordinariatsrätin Ute Augustyniak-Dürr der Diözese Rottenburg-Stuttgart sprach von religiöser Identitätsbildung.

 

„Diese religiöse Identität und Sinnbildung“, so Augustyniak-Dürr, „sind ein Grundbedürfnis des Menschen und für Jugendliche besonders wichtig“. Dieses Bedürfnis müsse kultiviert werden, um Fundamentalismus zu verhindern. „Der religiösen Bildung an den Schulen ist es zu verdanken, dass der Fundamentalismus in Deutschland bislang so gering gehalten wurde“, betonte Werner Baur, Oberkirchenrat der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Dies sei ein Grund dafür, warum sich die Kirchen auch für den muslimischen Religionsunterricht stark machten. Auch in den östlichen Bundesländern steige trotz geringer Kirchenmitgliedschaft das Interesse am Religionsunterricht, die Teilnahme liege inzwischen weit über 20 Prozent.

 

Die Kirchen verwiesen auch auf das Jahresgutachten 2016 des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration „Viele Götter, ein Staat: religiöse Vielfalt und Teilhabe im Einwanderungsland“. Dort heißt es unter anderem zum Thema Staat und Religionsgemeinschaften: „Für viele Menschen gibt ihre Religion Antworten auf letzte Fragen und hilft bei der Bewältigung der Ungewissheit von Gegen­wart und Zukunft.“ Sie habe Bedeutung für Integrationsprozesse, da „gerade bei Zugewanderten das Bedürfnis nach Orientierung und Halt besonders ausgeprägt ist“. Es gehe darum, die Religionen und die Menschen „pluralismusfähig“ zu machen und dafür zu sorgen, dass diese den Umgang mit Anders- und Nichtgläubigen praktizierten. „Genau dafür ist der konfessionelle Religionsunterricht an den Schulen prädestiniert, genau das findet im Religionsunterricht an deutschen Schulen statt“ und werde von den Lehr­kräften kompetent begleitet“, betonte der badische Oberkirchenrat Schneider-Harpprecht. „Darauf sollten wir keinesfalls verzichten“, waren sich die Vertreter der vier großen Kirchen in Baden-Württemberg einig.

 

Oliver Hoesch

Sprecher der Landeskirche

 

Eine gleichlautende Pressemitteilung erhalten Sie von der Evangelischen Landeskirche in Baden, der Erzdiözese Freiburg und der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

 

 

Pressestelle der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

Evangelisches Medienhaus GmbH

Augustenstraße 124

70197 Stuttgart

 Pressererklärung